James Parsons: Mit dem Fahrstuhl in die berufliche Zukunft

Was haben eine Geschäftsidee oder ein Gehaltsgespräch mit einem Fahrstuhl zu tun? James Parsons erklärt in seinem KarriereTrends-Gastbeitrag, was hinter einem Elevator Pitch steckt. Er zeigt, was bei einem Elevator Pitch richtig oder falsch laufen kann und wie man sich am besten vorbereitet. Und Parsons verrät, was hinter der Leipziger Elevator Pitch Night steckt.

Direkt auf den Punkt: Elevator Pitch

Der erste Eindruck zählt. Oft entscheiden nur wenige Sekunden darüber, ob ein Gegenüber gewillt ist, mehr Zeit und Energie (und Geld) in eine Person und ihre Ideen zu investieren oder nicht. In solchen Situationen ist es hilfreich die Kunst des Elevator Pitch (auch Elevator Speech) zu beherrschen.

Ein Elevator Pitch ist eine emotionale Kurzpräsentation einer Idee, eines Produkt, eines Angebots, einer Firma o.ä. Die Betonung liegt hierbei auf emotional. In kürzester Zeit muss darlegt werden, welche Vorteile und welchen Nutzen der Zuhörer von der Idee hat. Dabei ist zu verdeutlichen, warum gerade man selbst in Frage kommt und was einen von anderen unterscheidet.

Um von Anfang an die Aufmerksamkeit des Zuhörers zu gewinnen, muss der Einstieg so außergewöhnlich wie möglich gestaltet sein. Dazu sollte man einen interessanten Fakt oder eine kleine Geschichte nutzen. Im Verlauf der Präsentation baut man am besten Fragen ein, denen die Antworten gleich beigefügt sind. Ziel ist es, die eigene Begeisterung auf den Zuhörer zu übertragen. An das Ende des Elevator Pitch sollten konkrete Forderungen gestellt werden: Eine Einladung zu einem Termin, die Frage nach einem Job oder auch die Bitte um Unterstützung. Ziel des Elevator Pitch ist es, Neugier zu wecken, die idealerweise zu einem weiteren und ausführlicheren Gespräch führt.

Richtig und Falsch beim Elevator Pitch

Richtig Falsch
  • gute Vorbereitung
  • Pitch verinnerlichen
  • bildhafte Sprache (anschauliche Beispiele, Metaphern, usw.) nutzen und Assoziationen schaffen
  • Natürlichkeit bewahren und glaubhaft sein
  • Augenkontakt halten
  • auf die Reaktionen des Gegenüber eingehen (z.B.: bei offensichtlicher Langeweile Pitch eher beenden)
  • Elevator Pitch immer wieder bearbeiten und neuen Gegebenheiten anpassen
  • geschickt Sprache, Stimme und Körpersprache kombinieren
  • Werbetexte oder nüchterne Produktvorstellungen vortragen
  • Argument an Argument reihen, lieber auf eine Sache konzentrieren
  • Fachbegriffe, abstrakte Formulierungen oder Abkürzungen nutzen
  • aufgesetzte Begeisterung
  • wegen Zeitdruck durch den Pitch hetzen

Vorbereitung eines Elevator Pitch

Vielen fällt diese Art der Selbstpräsentation schwer. Aber nur Mut. Mit der richtigen Vorbereitung und Übung wird der Elevator Pitch erfolgreich sein. Zunächst legt man den Inhalt des Pitches fest. Allerdings ist zu bedenken, dass nicht für jeden die gleiche Präsentation genutzt werden kann. Am besten bereitet man verschiedene Varianten für unterschiedlichen Zielgruppen vor und hält das Redegerüst flexibel. Der Text muss so lange gekürzt werden, bis die Sie Sprechzeit auf wenige Minuten reduziert ist. Am besten übt man die Präsentation mehrmals vor Verwandten, Bekannten oder Kollegen. Wenn selbst jemand ohne Vorkenntnisse der Branche versteht, worum es bei dem Elevator Pitch geht und interessiert nachfragt, hat man sein Ziel erreicht.

Ursprung des Elevator Pitch

Der Elevator Pitch (Elevator = Fahrstuhl, Pitch = Verkaufsgespräch) wurde in den 1980er Jahren von kreativen Vertriebsleuten aus den USA erfunden, die eine Fahrstuhlfahrt als einzige Gelegenheit sahen, eine kurze Audienz bei ihrem Chef zu bekommen, um ihre Geschäftsideen vorzustellen. Eigentlich paradox, denn meist ist eine Fahrstuhlfahrt von peinlicher Stille, dudelnder Fahrstuhlmusik und dem ein oder anderen nervösen Räuspern geprägt. Aber gerade deshalb ist der Fahrstuhl der perfekte Ort, um einen potenziellen Sponsor anzusprechen oder vielleicht sogar dem Vorgesetzten die Gründe für eine Gehaltserhöhung darzulegen.

Schnell fand der Elevator Pitch den Weg vom Fahrstuhl in alle Ebenen der Geschäftswelt: Am Telefon bei der Kundengewinnung, auf einer Messe bei dem ersten Kontakt mit einem neuen Geschäftspartner oder bei Businessplan-Wettbewerben. Denn der Elevator Pitch ist das perfekte Networking-Instrument.

“Was ist das Besondere an Ihrem Angebot?”

Fahrstuhlgespräche lohnen sich also. Wenn Sie das nächste Mal jemand fragt: “Was machen Sie eigentlich beruflich?” oder “Was unterscheidet Sie von der Konkurrenz?”, dann nehmen Sie allen Mut zusammen und geben statt Standardsätzen wie “Ich heiße Peter Mustermann und arbeite bei Mustermann als Anwalt.” doch einen kleinen Elevator Pitch zum Besten.

XII. Elevator Pitch Night

Die nächste Gelegenheit an einer Elevator Pitch Veranstaltung teilzunehmen oder beizuwohnen, bietet sich am 30. Januar 2012 im DaCapo in Leipzig zur XII. Elevator Pitch Night. Das Event, veranstaltet vom ICC Sprachinstitut , gibt Existenzgründern die Möglichkeit auf die Bühne zu treten und in drei Minuten Ihre Geschäftsidee zu präsentieren. Damit sollen sie eine Fachjury mit Business-Angels und Branchenexperten wie beispielsweise Michael Leander und Dr. Alexander von Frankenberg sowie ein Publikum mit über 350 Gästen überzeugen. Die besondere Herausforderung bei diesem Event: Alles in englischer Sprache! Wer sich der Herausforderung XII. Elevator Pitch Night erfolgreich stellt, gewinnt nicht nur Geld- und Sachpreise, sondern vor allem wichtige Kontakte zu potenziellen Sponsoren.

Der Sieger der Elevator Pitch Night 2011 in der Kategorie “Bester Pitch”, Steffen Rohr, bietet ein gutes Beispiel für einen professionell und unterhaltsam vorgetragenen Elevator Pitch.

Über das ICC Sprachinstitut

Das ICC Sprachinstitut Leipzig wurde 1997 von James Parsons – gebürtiger Engländer, ausgebildeter Sprachtrainer, und heute begeisterter Leipziger Unternehmer – gegründet. Unter dem Motto “Better English for Better Business” werden professionelle Englischkurse und -trainings für Privat- und Firmenkunden angeboten. Mit Hilfe von modernen Lehrmethoden und innovativen Zusatzangeboten, wie beispielsweise dem English Business Club oder den Unternehmerreisen nach Dublin, Malta oder Krakau, konnte sich das Sprachinstitut als feste Größe in Leipzig etablieren.

Bildquelle: Golden Eyes Leipzig

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  1. “Milk the sun” gewinnt Leipziger Elevator Pitch Night | Pitch, Idee, Geschäftsidee, Konzept, Elevator, Minuten | KarriereTrends Mitteldeutschland

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