Schlüsselkompetenzen – Der Schlüssel zum Erfolg!?
Keine Stellenausschreibung, ohne das auf vorhandene und notwendige Kommunikations- und Teamfähigkeit, interkulturelle Kompetenz oder allgemeiner Schlüsselkompetenzen hingewiesen wird. Doch was genau sind Schlüsselkompetenzen? Was gehört dazu? Wie kann ich Schlüsselkompetenzen trainieren?
Was sind Schlüsselkompetenzen?
Schlüsselkompetenzen sind alle Kompetenzen, die neben der reinen Fachkompetenz den beruflichen und privaten Erfolg bestimmen. Dazu zählen vor allen Dingen soziale Kompetenz, kommunikative Kompetenz und methodische Kompetenz. Dazu kommen Aspekte wie interkulturelle Kompetenz, emotionale Kompetenz oder personale Kompetenz. Diese Kompetenzfelder sind nur schwer voneinander zu trennen. Schlüsselkompetenzen beziehen sich vor allen Dingen auf Fähigkeiten und Fertigkeiten im Bereich der Kommunikation, Ausstrahlung und Arbeitstechniken. Der Begriff Schlüsselkompetenzen wird häufig synonym mit den Begriffen Schlüsselqualifikationen und Soft Skills verwendet.
Schlüsselkompetenzen sind im Gegensatz zu spezifischen Fachkenntnissen Meta-Fähigkeiten. Das Beherrschen von Präsentationstechniken, Verhandlungstechniken, Moderations- und Schlagfertigkeitstechniken bieten zum Beispiel über die Zeit hinweg in unterschiedlichen Arbeitskontexten nachhaltige Vorteile. Wer einmal das professionelle Präsentieren gelernt hat, kann das in verschiedenen Berufen und Jobs anwenden.
Die Halbwertszeit von Wissen und Fähigkeiten im Bereich der Schlüsselkompetenzen ist äußerst hoch. Schon deshalb lohnt es sich, in Schlüsselkompetenzen zu investieren – es durch Bücher zur Persönlichkeitsentwicklung, Seminare oder Coaching stetig aufzufrischen.
Warum sind Schlüsselkompetenzen so wichtig?
Schlüsselkompetenzen sind in allen Bereichen und Berufen bedeutsam, in denen viel kommuniziert wird. Das betrifft vor allen Dingen in den Bereichen der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, die immaterielle Güter erstellen und verkaufen. Kreative Kopfarbeit, effektives und effizientes Arbeiten im Team, kundenorientiertes Beraten und Verkaufen – all das sind typische Anwendungsbereiche, in denen Schlüsselkompetenzen eine essentielle Rolle spielen.
Die Transformation von der Produktionsgesellschaft hin zu einer Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft erhöht den Anteil der Kopfarbeiter immer mehr. Dazu kommen im Rahmen der Globalisierung Anforderungen an interkulturelle Kompetenz und Denken in größeren Rahmen und Systemen. Viele wissen aus eigener Erfahrung, dass es nicht nur darauf ankommt, dass etwas gemacht und gesagt wird. Die Qualität des Ergebnisses und die Qualität der Erfahrung hängen oft viel mehr davon ab, wie etwas getan und wie etwas gesagt wird. Jede Kunden- und Service-Situation ist ein lebendes Beispiel dafür.
Wer im harten Wettbewerb um Kunden und Karriere langfristig und nachhaltig Erfolg haben will, kommt um das “Wie” seines Handelns nicht herum. Dieses “Wie” wird maßgeblich durch die eigenen Schlüsselkompetenzen bestimmt. “Wie” werden die eigenen Ideen präsentiert, wie berät man als Mitarbeiter einer Unternehmensberatung für Online-Marketing einen Kunden, wie verkauft man als Vertriebler die Produkte?
Gerade für Techniker und Fachexperten gilt: Es genügt nicht, Fachkompetenz zu haben. Wer seine Ideen nicht überzeugend präsentiert, wird sie anderen nicht verkaufen können. Wer nicht mit anderen zusammen arbeiten kann, wird kaum größere Aufgaben und Projekte erfolgreich abschließen können. Die Arbeitswelt von heute stellt zunehmend härtere Anforderungen an Berufseinsteiger. Doch nicht Ellenbogen und “harte Bandagen” gewinnen, sondern Souveränität durch Schlüsselkompetenzen.
Schlüsselkompetenzen trainieren und verbessern!
Zunächst erkennt man, wie sehr ein Ausbau der sozialen Fertigkeiten, die kommunikativen Fähigkeiten und die Methodenkompetenz den Erfolg und die Souveränität steigert. Doch wie kann man die Schlüsselkompetenzen am effektivsten optimieren?
Grundsätzlich gibt es vier Möglichkeiten, welche in einem individuellen Mix gebündelt werden können:
- Zunächst ist es wichtig, sich entsprechendes Grundlagenwissen anzulesen und sich Methodenkompetenz aus relevanten und guten Büchern zu erarbeiten. Zusätzlich sollte man Seminare, Kurse und Gruppentrainings nutzen, um das Know-how direkt von einem Dozenten und Trainer aufzunehmen.
- Vereine bieten die Möglichkeit zur Mitarbeit. Hochschulen und Unternehmen offerieren Workshops, Planspiele und Projekttage. Diese Angebote sollte man unbedingt nutzen, um die eigenen Kompetenzen zu erkennen, zu erleben und am besten auch zu entwickeln.
- Eine weitere Möglichkeit ist, ein individuelles Coaching zu besuchen, um intensiv und in geschützter Atmosphäre gezielt an den eigenen Einstellungen, Fähigkeiten und dem Erfolgsfahrplan zu arbeiten.
- Jeder arbeitet, lebt, interagiert und kommuniziert mit Menschen. Geübt wird bereits durch unterhalten, diskutieren, streiten, schlichten, trösten, motivieren, zuhören, fragen, helfen und handeln.
Die Wirksamkeit der Bemühungen um eine Profilierung durch ausgeprägte Schlüsselkompetenzen hängt essentiell von der Kombination der verschiedenen Lernstrategien ab. Niemand kann soziale Kompetenz allein aus Büchern lernen. Ebenso kann niemand seine Kommunikation und Arbeitsweise durchschlagend verbessern, wenn er nur “anwendet”, ohne sich in Techniken und Methoden weiterzubilden.
Alle Elemente müssen Hand in Hand gehen, wenn tatsächlich Veränderungen, Fortschritt und Erfolg erreicht werden sollen. Sicher sind Seminare und individuelles Coaching teurer als der Kauf guter Bücher; sie bringen in der Regel aber auch mehr, weil sich durch das Erleben neues Wissen meist besser verankert als durch reines Lesen.
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