Ingenieuren mangelt es an Nachwuchs

karrieretrends-news-iw-koeln-logoMangel überall, nur nicht an Studien. Das Thema Fachkräfte- und Akademikermangel ist in aller Munde. Eine weitere Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) kommt zu dem Ergebnis, dass viele offene Ingenieursstellen unbesetzt sind. Im Juli fehlten 36.800 Ingenieure. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der zunehmende Nachwuchsmangel.

Ein Problem ist dabei der zunehmende Nachwuchsmangel. Auf 1.000 erwerbstätige Ingenieure kamen im Jahr 2007 lediglich 35 Hochschulabsolventen der Ingenieurwissenschaften. Dabei sind fast ein Drittel der naturwissenschaftlich-technisch Beschäftigten in deutschen Hochtechnologiefirmen Ingenieure und Wissenschaftler. Die Forscher sehen ein besonderes Problem in dieser Entwicklung: Gerade die Hochtechnologie, zu der Branchen wie der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die Chemische Industrie zählen, trägt maßgeblich zum aktuellen Aufschwung bei und ist Deutschlands Konjunkturmotor. Dies ist zwar auch in anderen europäischen Staaten der Fall, doch hat die Konkurrenz in Frankreich, Belgien und Tschechien weitaus weniger mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen.

Nach Meinung der Forscher wäre ein Weg zur Linderung des Problems, dass Schulen Naturwissenschaften und Technik interessanter gestalten. Zusätzlich sollten es ausländische Ingenieure leichter haben, in Deutschland einen Job anzutreten.

Weitere Informationen und ein Vergleich zur Ingenieursdichte in europäischen Ländern ist als PDF-Version verfügbar.

Bildquelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) / www.iwkoeln.de

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1 Kommentar

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    Der Ingenieur der Zukunft arbeitet in internationalen Teams, hat ein breites, technisches Fachwissen und vor allem Projektmanagementerfahrung. Er entwickelt nicht mehr jedes kleinste Detail selber, sondern verantwortet multidisziplinäre Themen und die Integration großer Systeme oder Komponenten ins Gesamtprodukt. Er arbeitet mit Spezialisten von Entwicklungsbüros und Zulieferern. Seine Aufgabe zielt auf das Management aller beteiligten Partner und die Bereitstellung neuer Technologien, Innovationen oder Lösungen im vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen.
    Der Wandel im Ingenieursprofil basiert auf den globalen Veränderungen. Die großen Industrieunternehmen reduzieren ihre Fertigungs- und Entwicklungstiefe. Heute arbeiten sie zunehmend in einem globalen Netzwerk aus Entwicklungszentren und Partnerunternehmen in der ganzen Welt und konzentrieren sich auf die Integration der einzelnen Komponenten in das Endprodukt.

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