Bildung in Sachsen und Thüringen Spitze
Die beiden mitteldeutschen Bundesländer Sachsen und Thüringen haben das leistungsfähigste Bildungssystem aller deutschen Bundesländer. Zu diesem Ergebnis kommt der Bildungsmonitor 2010, eine Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).
Mitteldeutschland vor Süddeutschland
Bereits zum 7. Mal wurde der Bildungsmonitor veröffentlicht. Er bewertet anhand von mehr als 100 Indikatoren, welchen Beitrag das Bildungssystem eines Bundeslandes zu mehr Wirtschaftswachstum leistet. Auf den Plätzen drei und vier liegen die beiden süddeutschen Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern. Sachsen-Anhalt liegt auf dem siebten Platz, das Schlusslicht der Vergleichsstudie ist Berlin.

Nach Meinung des INSM belegen Sachsen und Thüringen die Spitzenplätze, weil sie vor allem in den Bildungsbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – häufig kurz als MINT bezeichnet – leisten. Beide Länder haben die durch gesunkene Schülerzahlen frei gewordenen Mittel im Bildungssystem belassen, wodurch sie trotz knapper Kassen pro Kopf mehr Geld in Bildung investieren und die Betreuungsbedingungen verbessern konnten.
Deutliche Fortschritte in Sachsen-Anhalt
Die Studie bescheinigt allen Bundesländern bildungsökonomische Fortschritte. Sie weisen ausnahmslos bessere Bedingungen für die Förderung von Wachstum und Beschäftigung auf als noch im Jahr zuvor. Diese Fortschritte sind aber in den meisten Ländern geringer als in den Vorjahren. Am deutlichsten seit dem ersten Bildungsmonitor im Jahr 2004 haben sich Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Bremen gesteigert. Diese Länder haben in den vergangenen Jahren die Schulqualität stark verbessert.
Hintergrund Bildungsmonitor
Der Bildungsmonitor des IW Köln wird seit dem Jahr 2004 jährlich veröffentlicht. Die Studie umfasst 111 Indikatoren, darunter die Priorität von Bildungsausgaben in den öffentlichen Haushalten, die Ganztagsinfrastruktur, Ergebnisse verschiedener Schulleistungstests, Schulabbrecherquoten, relative Bildungsabschlüsse von Ausländern, Studienberechtigtenquoten, Ingenieurabsolventen. Die Datengrundlage bezieht sich zumeist auf das Jahr 2008. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine aktuelleren statistischen Daten für Deutschland vor.
Die Kurzfassung sowie die vollständige Studie sind als PDF-Version verfügbar.
Bildquelle: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) / www.insm-bildungsmonitor.de
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